italienisch

Italienischer Bohnentopf mit geschmortem Schwein

Herzhafter italienischer Bohnentopf mit zart geschmortem Schwein, Tomaten, Rotwein und aromatischem Gemüse. Kräftig, wärmend und perfekt mit frischem Brot.

Zeiten

  • Vorbereitungszeit:ca. 25 Minuten
  • Zubereitungszeit:ca. 35 Minuten
  • Wartezeit:ca. 2 Std.
  • Gesamtzeit:ca. 3 Std.

Portionen und Schwierigkeit

  • 5 Portionen
  • Mittel
Italienischer Bohnentopf mit geschmortem Schwein

Über dieses Rezept

Das ist für mich wieder eines dieser richtig herzhaften Gerichte. Jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich Schmorgerichte liebe und genau deshalb darf so ein Bohnentopf natürlich nicht fehlen. Beim Schweinefleisch könnt ihr hier auch problemlos variieren. Ich persönlich nehme gerne Schweinenacken, aber der ist natürlich etwas fettreicher und für den ein oder anderen vielleicht zu viel. Wenn ihr es magerer mögt, könnt ihr genauso gut Schweinenuss oder Schweinerücken verwenden. Bei mageren Stücken müsst ihr allerdings aufpassen und das Fleisch nicht genauso lange schmoren lassen, da es sonst schnell trocken wird. Schweinenacken oder andere durchwachsene Stücke verzeihen die lange Schmorzeit deutlich besser. Auch hier bildet das Sofritto einen großen Teil des Geschmacks, ähnlich wie bei meiner Bolognese. Bei den Kräutern seid ihr dagegen ziemlich frei und könnt einfach das nehmen, was euch schmeckt oder was ihr gerade zu Hause habt.

Mein persönlicher Tipp

Lasst das Fleisch beim Anbraten ruhig ordentlich Farbe bekommen. Die Röstaromen geben dem ganzen Bohnentopf später nochmal deutlich mehr Geschmack. Danach beim Schmoren lieber etwas weniger Hitze nehmen und das Fleisch langsam garen lassen. Gerade beim Schweinenacken lohnt sich die Geduld, je länger und langsamer er schmort, desto zarter wird er.

Zutaten

Für wie viele Personen?

5 Portionen

  • Zutaten

    • Schweinenacken1 kg
    • Frische grüne Bohnen200 g
    • Weiße Bohnen300 g
    • Zwiebel1 Stück
    • Knoblauchzehen3 Stück
    • Staudensellerie1 Stange
    • Karotte1 Stück
    • Rotwein300 ml
    • Tomatenmark3 EL
    • Dosentomaten800 g
    • Fleischfond200 ml
    • Lorbeerblätter2 Stück
    • Thymian2 Zweige
    • Oregano1 TL
    • Frische Petersilie4 EL
    • OlivenölZum Braten
    • Salz, Pfeffer und Zucker

ZUBEREITUNG

    1. Den Schweinenacken in grobe Würfel schneiden, ähnlich wie bei einem Gulasch. Am einfachsten schneidet ihr zuerst etwa zwei Finger breite Steaks herunter, diese dann in zwei Finger breite Streifen und anschließend in Würfel.

    2. Zwiebel, Karotte und Sellerie fein würfeln. Das ist euer Sofritto und bildet später die aromatische Basis für den Schmortopf.

    3. Das Fleisch kräftig salzen, in einem großen Topf oder Bräter portionsweise scharf anbraten und anschließend beiseitestellen. Nicht zu viel Fleisch auf einmal in den Topf geben, sonst kocht es eher, statt schöne Röstaromen zu bekommen.

    4. Das Sofritto aus Zwiebel, Karotte und Sellerie im gleichen Topf anschwitzen, bis es weich und aromatisch ist.

    5. Den Knoblauch dazugeben und kurz mitrösten. Achtet darauf, dass er nicht zu dunkel wird, sonst kann er bitter werden.

    6. Oregano, Pfeffer und Tomatenmark hinzufügen und alles kurz anrösten.

    7. Mit Rotwein ablöschen und diesen nach und nach einkochen lassen, bis er fast vollständig reduziert ist.

    8. Lorbeerblätter und Thymian dazugeben und alles mit Dosentomaten und Fleischfond aufgießen.

    9. Das Fleisch zurück in den Topf geben und alles gut vermengen. Das Fleisch sollte größtenteils von der Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nötig, noch etwas Fleischfond oder Wasser ergänzen.

    10. Das Ganze im vorgeheizten Ofen bei 160 °C schmoren lassen, bis das Fleisch schön zart ist und sich leicht mit dem Löffel zerteilen lässt. Zwischendurch etwa jede Stunde kontrollieren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit nachgeben.

    11. Thymian und Lorbeerblätter entfernen.

    12. Die grünen Bohnen separat blanchieren oder gar kochen und erst am Ende hinzufügen. Das ist wichtig wegen des enthaltenen Phasins. Die weißen Bohnen ebenfalls nur kurz mitziehen lassen, damit sie nicht zerfallen.

    13. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Die Petersilie unterrühren und einen Teil als Garnitur aufbewahren.

    14. Alles in einem tiefen Teller anrichten und mit frischer Petersilie garnieren. Dazu passt frisches Brot sehr gut.

Variationen & Tipps

Tipps für Alternativen, Abwandlungen und Zutaten-Ersatz

Kein Schweinefleisch?

Natürlich geht das auch mit Rind oder Hähnchen. Beachtet aber, dass Rind deutlich länger braucht und Hähnchenbrust z. B. weniger. Meine Empfehlung für Rind wäre Schulter oder generell etwas, das sich gut zum Schmoren eignet, also gut durchwachsenes Fleisch. Für die Speed-Variante mit Hähnchenbrust würde ich die Soße ca. 1 Stunde und 30 Minuten köcheln lassen und das Fleisch dann separat anbraten und dazugeben.

Anderes Gemüse?

Ihr müsst das nicht mit Bohnen machen, das Rezept dient mehr als Inspiration für einen deftigen Fleischtopf. Nehmt meinetwegen Pilze, Kohl, Kartoffeln, was ihr mögt.

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